Bärlauch

Wer im Frühjahr gern durch Parks mit kleinen Bächen streift oder durch feucht-schattige Auenwäldern, wird ihn riechen, bevor er zu sehen ist.

Denn der intensive Geruch des Bärlauches mit seinem knoblauchartigen Aroma verbreitet sich in den Monaten April bis Juni in unserer heimischen Natur.

Bärlauch ist ein Wildkraut, welches in Europa und Asien sehr gut wächst und gedeiht.

Das Knoblauchgewächs wird aber auch in Ländern, wie Tschechien und der Slowakei kultiviert.

Das Lauchgewächs wird bereits seit Jahrhunderten von den Menschen als Heilpflanze und Gewürzkraut verwendet.

Es ist auch unter den Namen wilder Knoblauch, Waldknoblauch, Hexenzwiebel und Wurmlauch bekannt.

Der Bärlauch blüht im Mai und kann dann im Juni geerntet werden.

Bärlauch schmeckt nicht nur gut als Pesto, Aufstrich, in Salaten und Saucen, die Heilpflanze hilft auch bei Verdauungsstörungen, Erkältungen, einer akuten Bronchitis, senkt den Cholesterinspiegel und den Bluthochdruck.

Der Bärlauch, lateinisch Allium ursinum, gehört zu den Vertretern aus der Familie der Amaryllisgewächse und damit zur artenreichen Gattung der Lauche.

Bärlauch wächst ausdauernd und mehrjährig, die Pflanze erreicht Höhen von 20 cm bis zu einem halben Meter.

Seine lanzettförmigen Blätter wachsen auf einem dreikantigen Stiel.

Die Blattoberseite ist dunkelgrün, während die Blattunterseite hell ist.

Auffallend ist, dass die länglichen Blattnerven des Bärlauches in Richtung Blattspitze verlaufen.

Vorsicht ist beim Selbstpflügen angesagt, denn die Blätter des Maiglöckchens sind giftig und der Bärlauch sieht dem Maiglöckchen zum Verwechseln ähnlich.

Man kann jedoch beide Pflanzen gut voneinander unterscheiden, indem die Blätter mit den Fingern zerrieben werden.

Zerriebenen Bärlauch Blätter riechen intensiv nach Knoblauch. Außerdem glänzen die Blätter des Maiglöckchens.

Die Verwendung des gesunden Bärlauches in der Küche

Das beliebte Heilkraut Bärlauch wird seit einigen Jahren wieder sehr gern zum Kochen und Genießen von Speisen verwendet, so dass seine Blätter auch in Supermärkten oder auf Wochenmärkten angeboten werden.

Bärlauch eignet sich hervorragend als Gewürzkraut, denn viele Gerichte erhalten durch sein knoblauchartiges Aroma eine wirklich interessante Note, die gut schmeckt.

Und Kenner wissen, das der Geschmack des Bärlachs nicht so intensiv ist, wie der der Gemüsessorten Zwiebel und Knoblauch.

Zudem bekommen wir nach dem Essen keinen unangenehmen Mundgeruch.

Auch der Handel hat erkannt, wie viele Produkte sich mit dem milden Bärlauch verfeinern lassen.

Inzwischen werden Käse mit Bärlauch, Frischkäse mit Bärlauch, Bärlauch Suppe angeboten.

Doch es lohnt, das Wildkraut auszuprobieren und aktiv in die eigene Kochkünste einzubauen.

Denn Bärlauch harmoniert nicht nur mit verschiedenen Salaten, Quarks, leckeren Dips und ganz unterschiedlichen Arten von Käse, die durch das würzige Kraut den letzten Schliff erhalten, sondern Bärlauch passt auch hervorragend zu Fisch- und Kartoffel Gerichten, Suppen und hellen Soßen.

Bärlauch sollte beim Kochen oder wenn Speisen frisch zum Verzehr angerichtet werden, erst zum Ende der Zubereitung hinzugefügt werden, da Bärlauch durch das Zuführen von Hitze seine gesunde Wirkstoffe einbüßt sowie an Intensität verliert.

Übrigens eignen sich die zerstoßenen Blätter des Bärlauchs auch hervorragend für die Verwendung als Zugabe in Salz und Butter.

Immer beliebter in der Küche wird das Bärlauch Pesto.

Es kann ganz einfach selbst zubereitetet werden, dazu müssen die zerkleinerten und gewaschenen Blätter der Bärlauchpflanze mit gerösteten Pinienkernen oder Cashewnüsse sowie mit Olivenöl in einer Küchenmaschine zerkleinert werden, bis eine Pesto artige Masse entsteht.

Zum Schluss wird mit Salz und Pfeffer nach eigenem Gusto das Ganze abgeschmeckt.

Die vielen gesunden Inhaltsstoffe und Heilwirkungen des Bärlauches

Die Blätter des Bärlauchs sind eine wunderbare Vitalstoffquelle.

Denn Bärlauch liefert viele wichtige Vitamine und Mineralstoffen für unseren Körper.

Bereits 100 Gramm Bärlauch Blätter enthalten dreimal so viel Vitamin-C wie Orangen.

Bärlauch enthält auch die Vitamine A, B, Magnesium und Mangan.

Das Vitamin A hält unsere Haut gesund und schön und es ist ein Baustein für die Augen, die Schleimhäute und für eine schnelle Wundheilung.

Doch die Heilpflanze bietet noch viel mehr, nämlich Eisen, ein Bestandteil unseres Blutes.

Daneben enthält Bärlauch Weitere wertvolle Inhaltsstoffe von Bärlauch sind Kalium, sowie die Vitamine B1 und Vitamine B6.

Weitere wichtige Inhaltsstoffe im Bärlauch sind das Mangan, das lebenswichtige Magnesium, Phosphor und Calcium.

Wichtige Mineralien für unsere Muskeln, für gesunde Knochen und Zähne.

Über die Heilpflanze Bärlauch kann man ohne Übertreibung sagen, das sie für die Gesundheit des Menschen ein Wunderkraut ist.

Deshalb ist Bärlauch nicht nur eine wertvolle Zutat, die unsere Speisen bereichert, sondern auch eine Pflanze, die selbst und daher preiswert gepflügt werden kann und viele wichtige Vitamine für das Funktionieren unseres Körpers und unseres Immunsystems enthält.