Beifuss

Das vielseitige Wunderkraut mit magischen Eigenschaften

Artemisia vulgaris ist der Name der ca. 17000 Jahre alten Pflanze. Er ist eher unscheinbar und wächst an Ufern und Wegrändern. Zu erkennen ist das Gewächs an seiner verästelten Staude, die rispig aussieht und einen verholzenden,meist braun bis rötlichen Stängel hat,der leicht behaart ist. Die Blätter sind doppelt gefiedert mit vielen Seitenläufern sowie körbchenförmigen Blüten .

Wer nun glaubt, er habe es hier mit Unkraut zu tun, der hat weit gefehlt.

Der Beifuß hat viele interessante, magische, heilende und rituelle Verwendungen.
Er gilt als einst hochgeschätzte,Gewürz,Heil- und Ritualpflanze.
Sogar magische Eigenschaften werden ihm nachgesagt. Tauchen Sie in die Geschichte des uralten Wunderkrauts ein und überzeugen Sie sich selbst.

Synonyme der Artemisia vulgaris:
Der Beifuß hat einige nennenswerte Namen unter denen er zu finden ist.
Eberraute, Estragon, Wermut, Edelraute,gewöhnlicher Beifuß,Frauenkraut, Frawenkraut,Geburtsheilkraut,Gewürzkraut,Mutter aller Kräuter.

Gut gewürzt ist halb verdaut!
In der Küche gilt das Gewürz als sehr appetitanregend und verdauungsfördernd.Daher wird es gerne bei schweren Speisen angewendet.
Bis ins 18 Jahrhundert war es ein beliebtes und gebräuchliches Küchenkraut,bis es aus unerfindlichen Gründen in Vergessenheit geriet.
Ob Aal,Ente,Gans oder Schweinebraten-die Mutter aller Kräuter darf hier nicht fehlen.
Kartoffelsuppen, Gemüsesuppen und andere herzhafte Gerichte werden mit dem Gewürzkraut verfeinert.
Es lässt sich auch als Ersatz von Schnittlauch verwenden und harmonisiert besonders gemeinsam mit Knoblauch und Pfeffer.
Um das optimale Aroma zu erhalten, wird der Beifuß von Beginn an, im Topf mitgekocht.
Die besonderen Blütenrispen werden in den Kochsud gegeben.
Da er durch einen eher bitteren Geschmack besticht, findet er in der mediterranen Küche oft Anwendung für Käsegerichte.
Wer es gerne Süß mag, kann das Beifuß Panna Cotta als kalte Vorspeise oder Dessert ausprobieren:

400 ml süße Sahne
200ml Milch
30g getrockneter Beifuß,
3EL Zucker
2 ½ Blatt Gelatine
Milch, Sahne und Beifuß bis zum Siedepunkt erhitzen. Topf vom Herd nehmen. 2 Stunden ziehen lassen. Die Flüssigkeit durch ein Sieb gießen und das Gewürzkraut gut ausdrücken.
Die aromatisierte Sahnemischung erneut bei 70 Grad erhitzen und die Gelatine darin auflösen.
Und nun in Dessert-Schälchen gießen und mehrere Stunden in den Kühlschrank stellen .
Viel Spaß beim genießen !!

Heilmittel Frauenkraut:
Die vielfältige Pflanze Beifuß wird bereits seit ca. 17000 Jahren als Heilmittel eingesetzt. Bereits die Ägypter und Griechen schätzten das Kraut für seine unterschiedlichen Wirkungen und Anwendungsgebiete.
Die Soldaten legten sich früher bereits auf langen Märschen, Beifußbblätter um die Sandalen,um Schrunden und offene Wunden zu verhindern.
Artemisia vulgaris steht für folgende positive Wirkweisen:
Die enthaltenen Bitterstoffe sind appetitanregend und verdauungsfördernd. Die Ausschüttung der Magensäfte wird angeregt und so die Fettverdauung beeinflusst. Die Aktivität der Bauchspeicheldrüse wird ebenfalls angeregt. Es erfolgte eine optimale Verdauung von Fetten und schweren Speisen.
Durch die erwärmende Wirkung wird die Durchblutung angeregt .Daher ist das Frauenkraut sehr beliebt im Einsatz gegen Menstruationsbeschwerden,Blasenentzündungen,Eierstockentzündungen und wird auch durch seine wehenfördernde Wirkung bei der Geburtseinleitung in der Frauenheilkunde benutzt.
Hier sollte der Beifußwein nicht vergessen werden,der zur Anwendung bei den Menstruationsbeschwerden kommt:

Beifußwein:
1 L guter Rotwein
im Kochtopf zum Kochen bringen,
1EL Frauenmantelkraut
1EL Schafgarbenblüten
1EL Beifußblätter dazugeben.
Den entspannenden Kräuterweh 15 min. Köcheln lassen und im Anschluss den Frauentrunk eine Woche dunkel und abgedeckt zum Rasten in einem ruhigen Raum lagern.
Nach der Woche werden sie Kräuter abgesiebt und die verbleibende Flüssigkeit wird nochmal erwärmt. 2EL Honig hinzufügen und unter Rühren warten, bis der Honig sich aufgelöst hat. Danach bitte in eine Flasche abfüllen.
Empfehlung: Morgens und Abends ein 2cl Glas trinken .

Hier ist wichtig zu erwähnen, das Frauenkraut nicht in der Frühschwangerschaft angewendet werden darf.

Die ätherischen Öle und Gerbstoffe wirken vorwiegend Keim und Pilzhemmend, wodurch das Cola Kraut Einsatz bei Nervosität und Schlafstörungen findet.
Durchblutungsfördernde und wärmende Eigenschaften machen die Edelraute für Infektionen im kleinen Becken unverzichtbar.

Zusammenfassend wirkt der Beifuß antibakteriell, antimykotisch(gegen Pilze), appetitanregend, beruhigend, durchblutungsfördernd, krampflösend, verdauungsfördernd, stärkend, wehenfördernd, galletreibend und menstruationsfördernd.

Es ist im Gespräch, das Beifuß durch seine starke Wirkung bei Krebs und Malaria eingesetzt werden soll.

Moxabehandlungen der traditionellen chinesischen Medizin:

erhitzte, kleine Beifußkugeln werden auf Akupunkturpunkte gelegt um die einzelnen Mediane zu stimulieren. Durch die Hitze wirken Sie auf die entsprechenden Auflagepunkte.

Im Haushalt nicht wegzudenken
Das Cola Kraut darf im gut sortierten Hausstand nicht fehlen.
Es besticht nicht nur durch seine Würze sondern hat auch weitere angenehme Aspekte.
Ein wohltuendes Fußbad sorgt für eine tolle Auszeit und verwöhnt die Füße.

Hier die notwendigen Utensilien:
5 Handvoll zerkleinertes Beifußkraut
mit 3 Liter Wasser zum Kochen bringen.
5 min weiter köcheln lassen, dann das Beifußkraut abseihen
Den Sud auf 40 Grad abkühlen lassen und als Fußbad anwenden.
Für c.a 20-30 Minuten darin entspannen und anschließend dicke Socken anziehen.

Als Öl angewendet lindert es Schmerzen durch die äußerliche Anwendung.
Ein wohltuender Tee fördert das Ein und Durchschlafen
Räucherrituale zur Beruhigung und Entspannung sind eine tolle Erfahrung mit spirituellem Wert.

Uralte Bräuche
Räuchern ist ein sehr sehr alter Brauch der Indianer und Schamanen .
Es soll böse Geister und negative Ereignisse vertreiben und den Ort geistig und physisch reinigen.
Der Rauch ist konzentrationsfördernd und öffnet das Kronen Chakra.
Einfach die Beifußzweige in Glut legen oder mit einer Kerze zum Glimmen bringen.
Schon kann man wunderbar entspannen.
Der Estragon ist eine der wichtigsten Ritualpflanzen der Welt, da er über keinerlei nachweisliche psychotrope oder halluzinogene Wirkung verfügt.
Es gilt als wichtiges Reisekraut wenn man die Verbindung zwischen jenseitigen Ahnen oder der Götterwelt aufnehmen will.

Fazit: Der gemeine Beifuß ist ein magisches, nennenswertes und wichtiges Kraut und hat seinen Platz in den vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten absolut verdient.
Wenn Sie nun neugierig geworden sind,probieren Sie doch auch einige Rezepte oder Anwendungen aus.