Hagebutte

Kleine rote Vitaminbomben

Die Hagebutte – eine wahre Vitaminbombe!

Sie ist nicht nur schön anzusehen und als Deko beliegt, sondern auch reich an wertvollen Inhaltsstoffen und Vitaminen.

Erfahre hier mehr über diese wunderbare Pflanze und ihre Anwendungsmöglichkeiten.

Hundsrose, Heckenrose, Wildrose – Die Hagebutte ist unter vielen Namen bekannt.

Nicht nur im Sommer, zwischen Juni und Juli, verzaubert sie uns mit ihrer rosa Blütenpracht, nein auch im Herbst erleuchtet sie das graue Gestrüpp mit der typisch roten Farbe und ist dadurch auch das Herbstsymbol schlechthin.

Als Element in der Deko, als Tee oder auch zu Marmelade verarbeitet. Die Hagebutte ist sowohl im Haushalt, als auch als Lebens- und Heilmittel zu verwenden und ist dadurch vielseitig einsetzbar.

Ein kleiner Faktenüberblick

Die Hagebutte gehört zu der Familie der Rosengewächse und ist hauptsächlich an Waldrändern, Hecken oder Büschen zu finden und wächst auf nährstoffreichem Boden.

Die ovalen Früchte der Pflanze können im Herbst geerntet werden, bleiben aber auch den ganzen Winter über bestehen, wenn keiner sie pflückt.

Das stachelige Rosengewächs kann bis zu drei Meter hoch werden und bietet sowohl heilende, als auch nährstoffreiche Vorteile für Mensch und Tier.

Ein gesundes Heilmittel

Die Hagebutte zeichnet sich durch ihren hohen Vitamin C-Gehalt aus und beinhalten zudem Vitamin B-Komplexe und diverse Mineralstoffe.

Außerdem trägt sie verschiedene ätherische Öle in sich, Flavonoide und Carotinoide.

Aus diesem Grund eignet sich die Frucht hervorragend, um das Immunsystem zu stärken und wirkt somit Erkältungen entgegen.

Neben der Immunabwehr stärken sie zudem auch die Funktion des Magens und Darms und sind somit gut einzusetzen bei Durchfall, aber auch bei Verstopfungen, Magenkrämpfen, Übelkeit und Erbrechen.

Als Tee wirkt die Pflanze besonders gut bei Entzündungen der Harnwege und Nierenleiden.

Es lohnt sich jedoch, den Tee selbst zu machen, da in vielen Fertigmischungen meist nur noch Spuren der Powerfrucht enthalten sind und somit die gewünschte Wirkung kaum bis gar nicht erzielt wird.

Lebens- und Genussmittel

Direkt vom Strauch lässt sich die pure Frucht nicht genießen.

Die bekannteste Form die Früchte zu genießbar zu machen, ist in Form von Tee. Um Hagebuttentee selber herstellen zu können, werden natürlich Hagebutten benötigt.

Diese werden zunächst halbiert und anschließend von ihren Kernen befreit.

Danach werden die Hälften für ein paar Tage an einem warmen, sonnigen Ort getrocknet oder ihnen wird für ca. 40 Minuten im Ofen die Feuchtigkeit entzogen.

Die getrockneten Schalen können dann im Ganzen verwendet oder in kleine Stücke zerlegt werden.

Der lose Tee hält sich luftdicht abgeschlossen, an einem dunkeln Ort, für mindestens ein Jahr.

Auch in anderen Getränken lässt sich die Frucht super verarbeiten. Sowohl pur, als Saft, oder auch als Likör.

Für den Hagebuttenlikör müssen die Früchte gezuckert werden und über mindestens eine Nacht gut durchziehen.

Später kommen die Früchte für mindestens zwei Monate mit Branntwein in ein großes Gefäß.

Eine weitere bekannte Zubereitungsart ist die Marmeladenzubereitung.

Hierfür werden die handelsüblichen Zutaten verwendet, die auch bei ganz normaler Erdbeermarmelade zum Einsatz kommen.

Auch die Zubereitungsart bleibt die gleiche und somit lässt sich das fertige Produkt bis zu mindestens einem Jahr konservieren.

Hagebutten in der täglichen Pflege

Durch den hohen Anteil an Fruchtsäure, ist die Hagebutte nicht nur innerlich eine Wohltat für den Körper, sondern auch bei äußeren Anwendungen auf der Haut gibt die Powerpflanze ihre Wirkstoffe ab.

Die Verwendung der Hagebutte in Form von Ölen, ist dabei die bekannteste Variante.

Hagebuttenöl regeneriert die Zellen und sorgt somit für ein ebenmäßiges, glattes und strahlendes Hautbild. Auch bei Hautproblemen wirkt es heilend.

So entfernen die heilenden Stoffe der Pflanze nicht nur abgestorbene Hautpartikel, sondern reinigen die Haut sanft und mildern erweiterte Poren.

Für die Herstellung werden nur zwei Hände voll Hagebutten benötigt und ca. 500 ml basisches Öl, wie z.B. Mandelöl.

Die Früchte werden hierfür klein geschnitten und anschließend für etwa zwei Stunden im Backofen getrocknet.

Die getrockneten Fruchtstücke werden dann in einem verschließbaren Gefäß mit Öl aufgefüllt und müssen schließlich für mindestens eine Woche ziehen.

Danach wird das Öl durch ein Sieb abgegossen und kann gleich verwendet werden.