Kresse

Ein gesunder Alleskönner!

Als Gewürzpflanze hat die Kresse vor allem in der Küche ihren großen Auftritt. Sie hat eine der wahrscheinlich kürzesten Wachstumszeiten aller Pflanzen. Die Kresse wird in Form von Keimlingen angebaut und kann innerhalb einer Woche geerntet werden.

Der scharfe Geschmack der Kresse-Pflanze erinnert beim Verzehr ein wenig an Senf. Frisch geerntet passen die Kresse-Sprossen z.B. auf Lachsbrötchen und Salate. Sie verleihen auch langweiligen Gerichten einen erfrischenden Geschmack und regen die Verdauung an.

Die Kresse ist aber auch ein wahrer Vitalstoff-Lieferant und gerade in der nahenden Winterzeit ein idealer Vitamin-C-Lieferant. Die Sprossen sollte man direkt nach der Ernte und am besten roh verzehren, da sonst die Wirkstoffe verloren gehen.

Kresse-Sprossen gehören in jede Küche

Garten-Kresse sollte in einer gesunden Ernährung nicht fehlen. Sie ist ein optimaler Nährstofflieferant und schützt uns vor Infekten. Die enthaltenen Senföle, die den Keimlingen ihren typischen Geschmack verleihen, wirken wie ein natürliches Antibiotikum. Kombiniert mit dem hohen Gehalt an Vitamin C, vertreiben die Wirkstoffe sowohl Viren als auch Bakterien und Pilze.

Wie ihr seht, ist die Kresse-Pflanze ein wahres Superfood!

Man kann die Kresse-Sprossen zu einer Vielzahl von Speisen hinzufügen und sowohl frisch als auch getrocknet verwenden. Der nussige Geschmack der Keimlinge liefert tolle Aromen, die sowohl roh auf einem Butterbrot schmecken als auch eine Suppe aufpeppen.

Kleiner Tipp: In einer Frankfurter-Grüne-Soße sollten die Kresse-Blättchen nicht fehlen!

Kresse- natürliches Heilmittel

Die Garten-Kresse besitzt viele tolle Eigenschaften. So kann die tägliche Aufnahme die Cholesterinwerte senken und den Blutzuckerspiegel regulieren. Die Mischung aus Folsäure, B-Vitaminen, Eisen, Kalzium, Jod und natürlich Vitamin C, verleihen dem Körper neue Energie und regen unseren Stoffwechsel an.

Das in der Kresse-Pflanze enthaltene Spurenelement Chrom sorgt für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl und beugt Heißhunger vor. Der Verzehr von Kresse kann also auch beim Abnehmen unterstützen.

Die in den Kresse-Blättern enthaltenen Senföle wirken harntreibend, was Krankheitserreger hindert, sich in der Blase festzusetzen. Außerdem haben sie eine desinfizierende Wirkung und kurbeln die Nierenfunktion an.

Alles gute Gründe öfter Kresse zu essen!

Kresse-Sprossen haben aber noch weitaus größeren Nutzen für unseren Körper. Durch einen täglichen Verzehr von Kresse können Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorgebeugt werden. Denn neben seiner antioxidativen Wirkung hemmt das Heilpflänzchen auch übermäßige Blutgerinnung und wirkt blutverdünnend. Dadurch wird das Risiko für Thrombose und Schlaganfälle deutlich gemindert.

Auch während der Schwangerschaft und Stillzeit kann der regelmäßige Verzehr von Kresse-Sprossen helfen, einem Vitaminmangel vorzubeugen. Kresse-Samen regen die Milchbildung an und die enthaltene Folsäure ist gerade in der Frühschwangerschaft wichtig zur Bildung des Embryos. Außerdem ist Kresse ein natürliches Mittel, um Mutter und Kind vor möglichen Infekten zu schützen.

Kresse als Hausmittel einsetzten

Nach der Keimzeit sollte man die gekeimten Sprossen nicht länger als 3-4 Tage im Kühlschrank aufbewahren, da sie gerne Schimmel ansetzen und die Wirkstoffe verloren gehen. Falls man es mit der Aussaat etwas zu gut gemeint hat, kann man die geernteten Keimsprossen auf einem Gitter einige Tage Lufttrocknen lassen. In einem Glasbehälter lässt sich die getrocknete Kresse gut aufbewahren und als Teeaufguss verwenden.

Der Kresse-Tee wirkt gut bei Harnwegsinfekten oder gegen Erkältungsbeschwerden. Ein Teelöffel Honig süßt den Aufguss und mildert auch Husten.

Einige Wirkstoffe liegen in den Samen

Die Kresse-Samen sind reich an Vitalstoffen und helfen z.B. Knochenbrüche schneller zu heilen. Die Samen können gekocht und als Tee getrunken werden und im Gegensatz zu den Sprossen können die Samen gut im Vorratsschrank gelagert werden. Sie sind dazu immer griffbereit, im Gegensatz zu den Sprossen, die man erst ziehen muss. Ein Teelöffel Kresse-Samen sollte eine halbe Stunde mit einer Tasse Wasser sanft gegart werden.

Sobald die Samen oder auch das Pulver der Kresse in Berührung mit Wasser kommt, entstehen Schleimstoffe. Diese sind unter anderem wohltuend bei Magenverstimmungen und Durchfall. Der Schleim legt sich wie eine Schutzschicht auf die Innenwände des Magendarmtraktes. Die antibakterielle Wirkung vertreibt hinzu auch antibiotikaresistente Keime.

Kresse-Samen besitzen unter anderem auch Wirkstoffe mit östrogenähnlichem Einfluss und können das Hormonsystem regulieren sowie bei Zyklusproblemen helfen.

Und zum Schluss noch ein Beauty-Tipp:

Als Paste eignet sich die Kresse zur äußeren Anwendung. Sie dient zur Behandlung von trockenen und sensiblen Hautstellen wie z.B. der Lippenpartie. Auch bei Sonnenbrand lindert die Kresse-Paste den Juckreiz und frisch aus dem Kühlschrank wirkt die Paste kühlend.

Garten-Kresse selber anbauen

Keime und Sprossen kann man das ganze Jahr über selber ziehen. Keimgeräte oder Kresse-Siebe gibt es in den Fachabteilungen zu kaufen. Eine günstige Alternative kann man sich auch selbst bauen.

So einfach geht’s:

• Ein Stück Watte in ein Schälchen geben

• Kresse-Samen darauf verteilen (erhältlich in diversen Bio-Läden)

• Die Watte stetig feucht halten, aber es darf kein Wasser im Schälchen zurückbleiben!

Die Kresse-Pflanze hat eine Keimzeit von 3-5 Tagen und kann innerhalb einer Woche geerntet werden. Danach sollte man die Sprossen entweder trocknen oder gefrieren.

Da Garten-Kresse Licht braucht um zu gedeihen, stellt man das Schälchen am besten auf eine Fensterbank. Wenn sie zu nass gehalten werden, neigen die Kresse-Sprossen zu Schimmel. Häufiges spülen und abtropfen hilft dabei, die Kresse-Saat feucht aber nicht zu nass zu halten. Auch eine Sprühflasche eignet sich zur täglichen Pflege.