Oregano

Der leistungsstarke “ Superstar unter den Kräutern“

Oregano zählt zu den “ Superstars unter den Kräutern“. Als natürliche Quelle für gesundheitsfördernde, pflanzliche Bioaktivstoffe versorgt die Oreganopflanze den menschlichen Organismus mit einer hohen Konzentration an immunstimulierenden, vitalisierenden ätherischen Ölen, regenerierenden, krampflösenden Gerb- und Bitterstoffen sowie entzündungshemmenden sekundären Pflanzenstoffen, die körpereigene Entzündungsreaktionen bremsen, freie Radikale binden und eine zellschützende Wirkung entfalten.

Die in dem Kraut gelösten ätherischen Öle aktivieren zudem den Geruchssinn, der unmittelbar an das limbische System bzw. die Areale im menschlichen Gehirn gebunden sind, die Emotionen und Gedächtnis steuern. Der wohltuende Duft des Oregano, aktiviert demnach positive Empfindungen und wirkt beruhigend und stimmungsaufhellend. Kopfschmerzen, Angstzustände und innere Unruhe klingen ab, wenn der Mensch Oregano riecht.

Aufgrund seiner kostbaren Bioaktivstoffe gilt das Kraut seit jeher als wirksame Heilpflanze. Seit dem Altertum nutzt die Naturmedizin Oregano demzufolge als natürliches Mittel zur sanften Behandlung von Atemwegserkrankungen, Husten und Verdauungsbeschwerden. In der chinesischen Medizin findet die Pflanze Anwendung, um Gelbsucht, Fieber sowie Erkältungssymptome zu behandeln. Die Kombination aus antientzündlichen sekundären Pflanzenstoffen und immunaktivierenden ätherischen Ölen kurbelt die Aktivität von Leber, Galle und Magen an und fördert die Produktion von Verdauungssäften, die körpereigene Entgiftungsprozesse anstoßen und die Verdauung positiv beeinflussen. Gleichzeitig wirken die in dem Kraut enthaltenen Bioaktivstoffe antiseptisch. Die Mischung aus Gerb- bzw. Bitterstoffen, ätherischen Ölen und sekundären Pflanzenstoffen hebelt zielgerichtet Entzündungsgeschehen in Zellen, Gewebe, Muskeln und Knochen aus und bekämpft effektiv Viren, Bakterien, Pilze und Krankheitserreger.

Oregano als zuverlässige “ Geheimwaffe“ gegen körpereigene Entzündungsreaktionen

Insider nutzen das Kraut deshalb als “ Geheimwaffe“ gegen Husten, Atemwegserkrankungen, Durchfall, Kopfschmerzen, innere Unruhe und körpereigene Entzündungsreaktionen. Parallel dazu hellt das Gewürz sanft die Stimmung auf. Das Gurgeln mit einem Aufguss aus Oregano lindert zuverlässig Entzündungen im Mundraum, stoppt Mundgeruch und lindert Halsschmerzen. Zusätzlich eignet sich die Pflanze als Basis für einen wohltuenden, gesundheitsfördernden Tee. Zu diesem Zweck ist 1 EL getrockneter bzw. frischer Oregano mit jeweils 250 ml reinem, heißem Wasser zu übergießen und für ein Zeitfenster von rund 10 Minuten abzuseihen. Der Aufguss bzw. Tee ist einmal täglich zu trinken. Alternativ eignet sich der ungesüßte Sud als natürliche Lösung zum Gurgeln oder als Mundspülung.

Ebenso ist die Pflanze zur Verwendung als vitalisierender Badezusatz zu verwenden, der körpereigene Entzündungsgeschehen bremst, die Abwehrkräfte stärkt und Gehirnareale aktiviert, die für positive Emotionen und innere Entspannung verantwortlich sind. Um das Kraut als Badeessenz zu nutzen, sind 100 g frischer Oregano mit einem Liter heißem Wasser zu übergießen und nach rund 10 Minuten abzuseihen. Der auf diese Weise entstehende Sud dient als immunstärkendes Vollbad, das die Entspannung fördert und das Einschlafen begünstigt.

Das Kraut, das als “ Petersilie der Italiener“ gilt und zu der Gattung der “ mediterranen Kräuter“ gehört, ist ein vielseitiger “ Allrounder“, der sich sowohl in der Küche als auch im Bereich von Naturmedizin und Wellness flexibel einsetzen lässt. Wilder Oregano verlangt nach einem sonnigen Standort und wächst traditionell in den Gebieten Kleinasiens, Europas, den USA, Nordafrikas sowie dem Iran. In das Zeitfenster zwischen Frühsommer und Herbst fällt grundsätzlich die Saison für Freiland- Oregano.

Zur aromatischen Veredelung ist Oregano vor der Verarbeitung einzuweichen

Für ein Maximum an aromatischen Genuss weichen versierte Kenner getrockneten Oregano direkt vor der Verarbeitung für rund 30 Minuten wahlweise in klarem Wasser, Brühe oder erlesenem Wein ein. Wer das Kraut als subjektiv zu bitter empfindet, fügt dem Oregano eine kleine Menge an Olivenöl zu, um dem Gewürz seine charakteristischen Bitterstoffe schonend zu entziehen.

Während getrockneter Oregano zum Garen geeignet ist ohne dass er im Zuge dessen sein typisches Aroma einbüßt, ist frischer Oregano lediglich final unter fertige Speisen zu mischen. Wird das frische Kraut vergleichsweise zu lange und intensiv gegart, verliert es sein edles Aroma.

Oregano und Majoran für einen perfekten aromatischen Genuss niemals gleichzeitig verwenden

Das Kraut harmoniert ideal in Verbindung mit anderen mediterranen Gewürzen. Oregano ist deshalb ein optimaler Begleiter von Rosmarin, Bärlauch, Lorbeer und Thymian. Aufgrund seiner engen Verwandtschaft mit dem Majoran funktioniert Oregano nicht in Kombination mit Majoran. Frischer Oregano büßt sein intensives Aroma ein, sofern er zu ausgiebig abgewaschen wird. Demnach ist das Kraut lediglich kurz unter klarem Wasser abzuwaschen. Im Nachgang ist der Oregano trocken zu schütteln.

Oregano besitzt einen dezent- bitteren bis pfefferig- herben Geschmack. Die typische Geschmacknote des Krauts erinnert an einem Mix aus Majoran und Thymian. Prinzipiell verfügt getrockneter Oregano im direkten Vergleich zu frischem Kraut über ein intensiveres Aroma. Aufgrund seines feinen Geschmackprofils dient das Gewürz als essentielle Grundzutat für die mediterrane Küche. Kulinarikliebhaber nutzen das Kraut demzufolge zur Veredelung von Pastasaucen und Pizzen. Die italienische Küche setzt Oregano zudem zur Verfeinerung von geschmorten Speisen, Schweinebraten, Salaten, Meeresfrüchten, Suppen, Fisch, Nudelgerichten und Lasagne ein. Das Gewürz ist zudem prädestiniert, um Hähnchen, Chilli con Carne, Aufläufe, Rindergulasch oder Risotto einen aufregenden geschmacklichen Twist zu verleihen.

Eine etwaige Überdosierung des Krauts ist zwingend zu vermeiden, da der übermäßige Verzehr der Pflanze Kopfschmerzen hervorruft. Deshalb gilt es, niemals täglich mehr als je 3 Tassen Oreganotee zu trinken.