Ringelblume

Das entzündungshemmende Kraftpaket

Schönheit, Gelassenheit und ein beschwerdefreies Körpergefühl. Mit all diesen von der Natur aus gegebenen Eigenschaften steht die Ringelblume im Focus unzähliger Anwender.

Denn aufgrund ihrer entzündungshemmenden Wirkung finden die Blüten und Blätter der Ringelblume immer wieder ihren Weg in Cremes, Haut- und Massageöle oder als Tee frisch zubereitet in unsere Tassen.

Damit die Ringelblume ihre gesundheitsfördernden Wirkstoffe auch Ihnen anbieten kann, gibt es hier allerlei Wissenswertes über eine Heilpflanze, die auch unter der Bezeichnung Calendula officinalis geläufig ist.

Ab April beginnt die Aussaat der Ringelblume, da sie bereits im Sommer ihre üppige Blütezeit trägt und anschließend von Juni bis Oktober geerntet wird. Nach der Ernte werden die Ringelblumenblüten und Blätter für den Einsatz von Salben, Tinkturen und Tees getrocknet oder in Öl eingelegt.

Details zur Ringelblume
Mit entzündungshemmenden Inhaltsstoffe wie Flavonoide, Saponine, ätherische Öle, Carotinoide sowie Triterpendiole sorgt die Ringelblume auf natürliche Art und Weise für die Verbesserungen unterschiedlichster Beschwerden. Vitamin C und Vitamin E sowie Calcium erzielen neben dem hohen Anteil an Silicium zudem schnelle Heilerfolge.

Eine Wund- und Heilsalbe aus Ringelblumen wirkt antientzündlich sowie wachstumshemmend auf sämtliche Keim- oder Bakterienbildungen. Ihre antimikrobiellen natürlichen Heilstoffe kommen den Wirkweisen eines Antibiotikums sehr nahe.

Sämtliche Wirkstoffe, die übrigens wissenschaftlich anerkannt sind, befinden sich in einem breit gefächerten Angebot aus Cremes, Salben oder Ölen und Tees. Da Ringelblumenprodukte je nach Hersteller sowie eigener Verbrauchsmenge nicht gerade billig sind, lassen sie sich auch leicht selbst herstellen.

Anwendungsmöglichkeiten der Ringelblume
Dank ihrer östrogenhaltigen Beschaffenheit findet die Ringelblume gerne Anwendung bei hormonell bedingten Beschwerden, unter denen Frauen in den Wechseljahren besonders leiden. Daneben lindert die Ringelblume Krämpfe, die während der Menstruation Schmerzen verursachen können oder führen zur Abschwächung starker Blutungen.

Doch das ist noch lange nicht alles, denn Behandlungsmöglichkeiten bestehen auch bei Beschwerden oder Entzündungen des Magen-Darm-Bereiches. Ringelblumenextrakte sorgen hier für Erleichterungen bei der Verdauung, wobei auch Magen- sowie Darmentzündungen, eine gestörte Darmflora und Magengeschwüre mit in den Heilungsprozess eingebunden sind. Sehr wichtig, um seinen Alltag in Balance zu halten.

Wirkt auch unterstützend auf die Psyche
Selbst um lästige Schlafstörungen wieder in den Griff zu bekommen, bieten ringelblumenhaltige Extrakte eine wohltuende Wirkung an. Ausgleichend wirkt die Powerpflanze auch bei Stimmungsschwankungen oder Angststörungen. Ganz nebenbei sorgt dieses Multitalent auch für einen ausgeglichenen Zuckerhaushalt oder senkt überhöhte Blutfettwerte. Selbst lästiger Husten verstummt nach dem Genuss der keimabtötenden Blütentees.

Ein kleiner Genusshinweis
Die Samen und Blüten der Ringelblume sind ungiftig und können selbst als attraktiver Blickfang im Salat verzehrt werden.

Beim Kochen kommen die Blüten der Ringelblume aufgrund ihres mild-würzigen Geschmacks und der safranähnlichen Farbe oftmals als Zutat in selbst kreierte Suppen oder Gemüsebeilagen.

Damit die Produkte der getrockneten Ringelblumenblätter ihre Wirkung voll entfalten können, sollte die Zubereitung von Tee, Öl oder Salbe am besten nach Rezept erfolgen.

Ringelblumenöl
Für die Herstellung einer Ringelblumensalbe oder Creme wird als Erstes eine Essenz aus kalt gepresstem Sonnenblumenöl und schön trocken gehaltenen Ringelblumenblüten hergestellt.

Dafür werden die trockenen Blüten etwa drei Viertel hoch in ein verschließbares Glas gefüllt und mit dem Öl so weit aufgegossen, dass die Blüten bedeckt sind.

Danach wird das Glas verschlossen und es dauert etwa 6 Wochen, bis die Wirkstoffe der Ringelblumenblüten in das Öl übergegangen sind. Das Glas muss jeden Tag geschüttelt werden, um eine Schimmelbildung zu verhindern.

Nach dieser Wartezeit wird der ölhaltige Sud durch ein engmaschiges Sieb gegossen und von den Blüten separiert. Der ätherische Ölrückstand wird anschließend in ein sauberes Glas gefüllt und verschlossen. Das entzündungshemmende Öl kann nun auf die Hautoberfläche einmassiert oder zur Salbe sowie Creme weiterverarbeitet werden.

Zur Ringelblumen-Salbenherstellung von etwa 60 g werden folgende Zutaten benötigt:
40 g von dem vorbereiteten Ringelblumenöl
8 g Bienenwachs
8 g Kakaobutter
1 Gefäß zum Schmelzen
1 oder 2 Gläser mit Schraubverschluss

Nun heißt es ran an die Zubereitung, die sehr leicht handzuhaben ist. In einem Topf wird ein etwa 4 cm hoher Wasserstand erhitzt. Durch langsames Steigern der Wassertemperatur wird das Bienenwach und die Kakaobutter in einem extra Gefäß zum Schmelzen gebracht.

Zwischenzeitlich erwärmen Sie das Ringelblumenöl auf etwa 35 Grad. Sobald der geschmolzene Tiegel etwas abgekühlt ist, werden sämtliche Zutaten solange miteinander vermischt, bis eine cremige Masse entsteht.

Die Ringelblumensalbe kann nun in ein steriles Glas abgefüllt werden und sollte nach ca. zwei bis drei Monaten aufgebraucht werden. Es ist wichtig zu beachten, dass die Salbe kühl gelagert werden sollte.

In Eigenregie hergestellte Salben, Öle oder Creme haben den Vorteil, dass sie auf vielfältige Art und Weise verändert werden können.

Hier lassen sich die verschiedenen Bestandteile je nach Geschmack und Bedarf auswechseln. Denn gerade die Beigabe von verschiedenen Ölen, wie beispielsweise das beliebte Lavendelöl, macht die Mischung attraktiver.

Wie Sie sehen, erweist sich Do-it-yourself in vielen Bereichen als Heimvorteil. Viel Spaß beim Ausprobieren.