Rosmarin

Vielseitig anwendbar, gesund und wohlschmeckend – und dabei auch noch immer grün. All das findet sich beim Rosmarin gebündelt in nur einer Pflanze.

Die Vielfältigkeit von Rosmarin

Jeder kennt ihn und fast jeder weiß, wie er aussieht: der immergrüne Rosmarin.

Sein markanter und intensiver Duft kitzelt die Nase und erweckt bei Gourmets wahre Gaumenfreuden.

Seine Verwendungen sind vielseitig: von der Küche bis zur Heilpraxis.

Diese Pflanze hat eine lange Geschichte und fand schon vor über tausend Jahren erfolgreich Anwendung in der Medizin.

Hier werden alle Geheimnisse um Rosmarin gelüftet, seine Herkunft und seine Anwendungsformen näher beleuchtet.

Woher stammt der „Rosmarin“ und sein Name?

Der Rosmarin zählt zu den Lippenblütlern und ist ein immergrüner Halbstrauch.

Das Wort Rosmarin stammt vom lateinischen und bedeutet „Tau des Meeres“.

Dies lässt vermuten, dass Rosmarin von der Küste eines Meeres stammt. Tatsächlich wächst Rosmarin an den Küsten des Mittelmeeres in Rosmarinsträuchern, da hier die Bedingungen für die Pflanze ideal sind.

Der Rosmarin mag es eher warm und trocken als kalt und nass, weshalb in nördlichen Gebieten Europas oder auf der Welt kein Rosmarin anzutreffen ist.

Kalkreicher Boden sind typisch für Rosmarinanbaugebiete.

In Europa ist er in Portugal, Spanien, Griechenland, Italien und Kroatien beheimatet.

Alle wärmeren südeuropäischen Länder, die am Mittelmeer liegen, haben oft Rosmarinsträuche in der Nähe von Küsten.

Die Pflanze ist nicht winterhart und wird im Spätwinter zurückgeschnitten, um im Frühjahr wieder buschiger zu werden.

Welche Merkmale hat eigentlich der Rosmarin?

Der Rosmarin ist ein buschig verzweigter Strauch, der lila blühende Blüten haben kann.

Die Größe von diesem Gewächs reicht von 0,5 bis 2 m.

Die Pflanze ist wildwachsend und kommt am häufigsten in den Küstenregionen des Mittelmeers und vor allem in Portugal vor.

Seine Äste haben eine braune Farbe und stehen aufrecht nach oben.

Die Blätter sind immergrün und ca. 10 bis 40 mm lang und 1,5 bis 3 mm breit.

Erst im Jahr 1328 gelangte die Pflanze in nördliche Regionen, indem sie nach England eingeführt wurde.

Ein weiteres Merkmal der Pflanze ist die Tatsache, dass Rosmarin das ganze Jahr geerntet werden kann.

Auf die richtigen Inhaltsstoffe kommt es an

Der Rosmarin enthält viele gute Inhaltsstoffe, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken.

Unter anderem enthält er ätherische Öle, die bis zu 2,5 % in der Pflanze vorkommen können.

Die Blätter und Stängel haben unterschiedliche Wirkstoffe, die sich unterscheiden.

Enthalten sind zahlreiche Terpentinverbindungen, die Rosmarinsäure und verschiedene Vitalstoffe und Vitamine.

Aufgrund dieser vielen unterschiedlichen Inhaltsstoffe eignet sich der Rosmarin ideal für verschiedene Verwendungen.

Mögliche Verwendungen von Rosmarin

Die Verwendungen reichen von der einfachen Duftpflanze, über die Küche bis hin zur Verwendung in der Medizin und Heilkunde.

Als Gewürz in der Küche ist der Rosmarin vor allem in der mediterranen Küche sehr beliebt.

Der Rosmarin zählt zu den sogenannten „Kräutern der Provence“, die eine spezielle Kräutermischung aus Italien bezeichnet.

Rosmarin ist also einer der Inbegriffe der mediterranen Küche.

Er eignet sich perfekt zu verschiedensten Fleischsorten wie Lamm, Geflügel oder Schweinefleisch.

Perfekt sind die Kräuter auch zu Zucchini und Kartoffeln.

Als Duftpflanze ist Rosmarin schon sehr lange begehrt und wird von seinen Verehrern geschätzt.

Durch den intensiven und aromatischen Duft entfaltet der Rosmarin seine volle Note.

Teilweise wurde Rosmarin sogar als Ersatz für Weihrauch verwendet.

In Kombination mit Alkohol ergeben sich bei Destillation wieder völlig neue Möglichkeiten.

Der Rosmarin wird zum wahren Experten in Sachen Beauty- und Pflegeprodukte.

Heutzutage ist Rosmarin ein Bestandteil von Parfum wie dem „Kölnisch Wasser“.

Als ätherisches Rosmarinöl bildet diese Pflanze effektive Wirkstoffe gegen Bakterien und andere Pilze auf der Haut und fördert die Durchblutung.

Auch bei Rheuma und Kreislaufbeschwerden eignet sich Rosmarinöl als Heilmittel.

In der Antike wurde Rosmarinöl aufgrund seiner antiseptischen Inhaltsstoffe zur Wunddesinfektion verwendet.

Der Rosmarin in der Küche

Die Pflanze ist heutzutage neben Parfum und Ölen auch in der Küche sehr beliebt.

Bekannt wurde er durch die mediterrane Küche.

Ein toller Rezeptvorschlag für eine einfache Anwendung von Rosmarin sind „Rosmarinkartoffeln“.

Dabei werden Drillingskartoffeln, eine besonders schmackhafte und kleine Kartoffelsorte, auf einem Backblech verteilt und mit frischem Rosmarin überstreut.

Dazu einfach ein wenig Sonnenblumen- oder Olivenöl in eine Schüssel geben.

Anschließend die Kartoffeln und den frischen Rosmarin in der Schale vermengen und auf ein Backblech geben.

Dann eine halbe Stunde im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad Backen und servieren.

Durch die Hitze entfaltet der Rosmarin seine Aromen. Optional können die Kartoffeln noch in der Pfanne angebraten werden.

Dadurch wird die Schale besonders kross.

Dabei nochmal ein zweite Ladung Rosmarin in die Pfanne geben, durch den frischen Rosmarin wird der Geschmack noch intensiver und die Kartoffeln erhalten eine intensive Note.

Die Vielseitigkeit von Rosmarin kennt keine Grenzen.

Was bereits in der Antike begann, wurde durch die mediterrane Küche perfektioniert.

Ob als ätherisches Öl oder als Bestandteil in Parfum: Der Rosmarin ist vielseitig einsetzbar und immer eine gute Wahl.

Rosmarin kann leicht in jedem Baumarkt und Gartencenter preisgünstig als Rosmarinstämmchen gekauft werden.

Eingepflanzt in einem Topf liefert er neben dekorativer Optik das ganze Jahr über frische Würze in der Küche.