Salbei

Ein Allrounder unter den Heilmitteln.

Das ist nicht verwunderlich, lindert diese Heilpflanze doch Verdauungsbeschwerden, Husten, Asthma und Magenschmerzen. Äußerlich angewendet beschleunigt er die Heilung bei Geschwüren. Damit ist diese außergewöhnliche Pflanze sowohl innerlich als auch äußerlich bei zahlreichen Beschwerden anwendbar.

Allgemeines zu Salbei

Schon in der Antike war Salbei als harntreibende, und heilende blutstillende Pflanze weithin bekannt. Selbst in der Klosterheilkunde fand diese Pflanze als Arznei zahlreich Verwendung. Im Mittelalter wurden in Büchern und Rezeptsammlungen seitenlange Aufzählungen der Heilgebiete des Salbei aufgeführt. Seit Beginn des 16. Jahrhunderts werden auch kosmetische Anwendungen schriftlich ausgeführt. Damals nutzte man Salbeiblätter gern für die Zahnpflege, nach heutigen Kenntnissen wegen ihrer Entzündung und bakterienhemmenden Wirkstoffen.
Die Pflanze stammt aus dem Mittelmeerraum und ist dort schon seit Jahrhunderten heimisch. Der Salbei bevorzugt sonnige Standorte mit trockenem Boden.

Inhaltsstoffe und Anwendungsgebiete

In der Medizin werden vor allem die Salbeiblätter, seltener die Salbei Blüten eingesetzt. Die Blätter enthalten ätherisches Öl, Bitterstoffe und Flavonoide, welche schweiß hemmende Eigenschaften besitzen. Die Pflanze ist zudem verdauungsfördernd und schweiß hemmend.
Die äußerliche Anwendung von Salbeiblättern findet bei Schleimhautentzündungen im Rachenraum und bei Verdauungsbeschwerden statt. Innerlich wird die Heilpflanze bei Asthma, Bronchialkatarren, Diabetes, Herzschwäche sowie Kopfschmerzen angewendet.

Anwendungsform und Dosierung

Salbeiblätter werden überwiegend als Tee, ätherisches Öl oder Tinktur angewendet.
Bei Entzündungen im Hals versprechen Spülungen mit Salbeitee schnelle Linderung. Mehrmals täglich gegurgelt tritt bald Linderung der Beschwerden ein. Die Tagesdosis sollte 4-6 g betragen.

Bei Verdauungsbeschwerden und übermäßiger Schweißbildung bietet getrunkener Tee schnell Abhilfe. Bei der Teezubereitung maximal drei Teelöffel Salbeiblätter pro Tasse zugeben. Die recht hohe Dosierung ist erforderlich, damit der gewünschte Effekt eintritt.
Bei empfindlichem Magen kann es leicht zu unangenehmen Nebenerscheinungen (Übelkeit) kommen.
Salbei wirkt lindernd gegen Heiserkeit und Husten, sogar bei Entzündungen des Zahnfleisches gut wirksam. Studien diesbezüglich haben festgestellt, dass diese Heilpflanze leicht entzündungshemmend wirkt, die Schleimhäute beruhigt und Bakterien und Pilze erfolgreich bekämpft. Am besten in Form von Tee, Lösung zum gurgeln oder Tinktur einsetzbar.
Wird Salbei gegen übermäßiges Schwitzen verordnet werden diese unangenehmen Beschwerden bald der Vergangenheit angehören. Dafür ist es allerdings notwendig Salbei in hoher Dosierung anzuwenden. Welche heilenden Inhaltsstoffe dieser Pflanze diese positiven Erfolge verursachen sind nicht genau bekannt. Studien diesbezüglich sind kaum durchgeführt worden. Bei starkem Schwitzen sollte vor der Anwendung mit Salbei ein Arzt dazu ins Vertrauen mit einbezogen werden.
Salbei in Teeform ist schon seit vielen Jahren als gut wirkendes Hausmittel gegen Heiserkeit bekannt. Auch bei Magen-Darm-Problemen wie saures Aufstoßen, Völlegefühl, Reizdarm oder Blähbauch wirkt Salbei lindernd. Um damit Erfolg zu erzielen, muss Salbeitee über mehrere Tage hinweg mehrmals täglich konsumiert werden. Empfehlenswert sind drei bis vier Tassen Tee pro Tag.

Nicht verwendet sollte Salbei während der Schwangerschaft. Bei Kur-mäßiger Anwendung sollte Salbei nicht länger als vier Wochen lang angewandt werden.
Als unangenehme Nebenwirkungen können bei Überdosierung oder Daueranwendung Krämpfe und Schwindelgefühle auftreten.

Fazit: Nicht umsonst bezeichnet man Salbei als den Allrounder in der Welt der Pflanzen. Nicht nur in der Medizin findet die Pflanze Anwendung, auch in der Küche gern eingesetzt für Soßen und zur Verfeinerung zahlreicher Speisen macht die Pflanze ihrem Namen alle Ehre.
Selbst wenn man Salbei nicht näher kennen sollte, Hustenbonbons mit Salbei werden wohl, die meisten schon genossen haben. Auch hier sorgen bei Halsbeschwerden oder trockenem Hals die Wirkstoffe dieser Pflanzen für schnelle Linderung. Außerdem bieten diese Bonbons einen ausgezeichneten Geschmack.
Die Anwendungsgebiete des Salbei sind noch weit umfangreicher, doch könnte die Aufzählung bezüglich Verwendung und Einsatzgebiete der Pflanze endlos fortgeführt werden. Der Geschmack und die heilende Wirkung von Salbei sind bemerkenswert.
Bezugsquellen von Salbei in Form von Tee, Tropfen oder Bonbons sind Apotheken, Reformhäuser und Drogerien. Auch der Online-Handel bietet diese Naturprodukte zum Kauf an.