Sonnenblume

Die Sonnenblume, die kann was!

Folgender Artikel zeigt auf, dass die Sonnenblume sehr viel mehr kann, als nur hübsch auszusehen. Die Kerne liefern wertvolle Nährstoffe, schmecken lecker und gelten als gesund. Aber nur wenige Menschen wissen, dass auch die Blüten und die Stängel verzehrt werden können.

Jeder kennt die Sonnenblume. Mit ihren gelben und tellergroßen Blütenblättern und den inneren brauen Röhrenblüten hat die Sonnenblume eine ganz spezielle Eigenschaft. Stets richtet sie sich zur Sonne hin. Dabei schwenkt sie im Tagesverlauf von Osten in Richtung Westen. Selbst in den Abendstunden kommt die Pflanze nicht zur Ruhe. Dann dreht sie den Kopf wieder langsam zurück, umso am nächsten Morgen wieder in Richtung Osten zu blicken.
Die Blütezeit der Sonnenblume ist von Mitte Juni bis Ende Oktober.
Die Pflanze kommt ursprünglich aus Amerika und wurde im 16. Jahrhundert nach Europa gebracht. Es dauerte nicht lange, bis die Menschen die verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten der Kerne erkannten und nutzten.

Sonnenblumenkerne

Die Sonnenblumenkerne werden auch als die Früchte der Sonnenblume bezeichnet. In einer Pflanze befinden sich etwa 1000 bis 1500 Kerne. Die Kerne sind in einer dunklen Schale eingepackt. Ungeschälte Früchte kommen oft als Vogelfutter zum Einsatz. Ohne die Schale sind die Kerne cremefarben und etwa einen Zentimeter groß. Geschmacklich haben die Früchte eine leicht süßliche und nussige Note.
Die Kerne schmecken aber nicht nur gut, sondern sind auch sehr gesund. Sie enthalten viele wichtige Nährstoffe. So enthalten sie sehr viel Eiweiß und dienen daher als hervorragende Proteinquelle für Vegetarier und Veganer. Außerdem beinhalten Sonnenblumenkerne einen buntgemischten Mix aus verschiedenen Vitaminen. Vitamin A ist gut für die Haarstruktur, Vitamin B hat eine beruhigende Wirkung auf unser Nervensystem und Vitamin D wirkt regulierend auf den Calciumstoffwechsel. Auch Vitamin K und Vitamin E sind in den Früchten enthalten. Diese wirken als natürliches Anti-Aging-Mittel.
Ein weiterer Vorteil der Kerne ist, dass sie den menschlichen Körper mit gesunden Fetten versorgen. Dabei handelt es sich um ungesättigte Fettsäuren, die eine positive Wirkung auf Blutgefäße und das Herz haben.
Sonnenblumenkerne können aber nicht nur ungeschält als kleiner Snack für zwischendurch verzehrt werden, sondern finden vielseitig Verwendung.
Oftmals werden die Früchte dem Müsli beigemischt. Auch im Brot finden sich oft Sonnenblumenkerne wieder. Es kann direkt dem Teig beigegeben werden oder dient der Verzierung bei Gebäck. Aber auch im Salat können die Kerne gut beigemischt werden. Gerade bei einem grünen Salat stellen die Kerne ein knackiges Topping dar.
Aus den Kernen kann aber auch ein Öl gewonnen werden. Dies gilt in der Ernährung als besonders wertvoll, aufgrund der mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Aber nicht nur in der Küche, sondern auch in der Pharmazie und in der Medizin kommt das Sonnenblumenöl zum Einsatz.
Aber nicht nur die Kerne können einen wertvollen Beitrag zur Ernährung liefern, sondern auch andere Bestandsteile der Pflanze.

Sonnenblumenblüten

Das die Kerne gut verzehrt werden können, dass wissen die meisten. Allerdings bietet die Sonnenblume weitaus mehr. So können sogar die Blütenblätter dem Essen beigemischt werden. Die hübschen, gelben Blätter können Salaten beigegeben werden und gedankenlos verzehrt werden.
Außerdem können die Blüten als Teeaufguss verwendet werden. Ein Esslöffel der gelben Blütenblätter wird dabei für etwa 250 Milliliter kochendes Wasser benötigt. Die Blätter sollten etwa fünf bis acht Minuten, je nach Geschmack, im Wasser ziehen und dann abgeseiht werden.
Ein frisch aufgebrühter Tee kann Linderung bei sommerlichen Infekten verschaffen. Aber auch das Wohlbefinden und die Konzentrationsfähigkeit kann mittels des Tees positiv beeinflusst werden. Zudem kann der Tee das Immunsystem stärken und so Krankheiten vorbeugen.

Sonnenblumenstängel

Selbst die Stängel können weiterverarbeitet werden und dienen als leckeren Spargelersatz. Allerdings sollten die Stiele nach der Blütezeit nicht mehr gegessen werden, da diese dann einen holzigen Geschmack haben.

Es zeigt sich, dass die Sonnenblume nicht nur im Garten oder in der Vase eine tolle Figur macht, sondern auch auf dem Teller.