Veilchen

Die kleinen, tieflila Blüten des Veilchens bedecken in so manchem Garten weite Teile des Rasens und versüßen die Luft mit ihrem charakteristischen, lieblichen Duft. Höchste Zeit, dass die wahre Kraft bekannt und genutzt wird, die in den winzigen Blüten ruht.

Denn auch wenn das Veilchen heutzutage als Zierpflanze geschätzt wird, hat es auch noch ganz andere Qualitäten, die man ihm nicht ansieht. Damit sich jeder diese Wirkung zunutze machen kann, findet man im folgenden Text die wichtigsten Informationen, die dafür nötig sind.

Veilchen in der Ernährung
Wie die meisten Pflanzen, sind Veilchen durchaus gesund und fügen sich hervorragend in eine ausgewogene Ernährung ein. Ganz besonders gut machen sie sich dabei in Suppen, Soßen und Salaten, wo ihr blumiges Aroma den Geschmack der anderen Zutaten verfeinert. Aufgrund ihres wunderschönen Aussehens sind sie zudem als Dekoration auf Kuchen und Torten ein absoluter Hingucker, weswegen sich kandierte Veilchen als Dessert bis heute großer Beliebtheit erfreuen. Deutlich weniger – aber trotzdem nicht weniger schmackhaft – ist der Likör Parfait d’Amour bekannt, welcher ebenfalls aus Veilchen gewonnen wird. Ob pur genossen oder als Zutat im Cocktail – sowohl seine Farbe als auch sein Geschmack sind eine Wucht.

Veilchen als Heilpflanze
Die Liste der Talente des Veilchens ist lang. Deshalb ist die kleine Blume auch so hervorragend als Heilpflanze geeignet – man muss nur wissen, was alles in ihm schlummert. Damit niemand den Überblick verliert, werden die wichtigsten heilenden Kräfte im Folgenden aufgereiht:

  • abschwellend
  • leicht abführend
  • antibakteriell
  • beruhigend
  • entzündungshemmend
  • durchblutungsfördernd
  • krampflösend
  • schmerzlindernd
  • schleimlösend

Aus diesem Grund sind die Anwendungsbereiche auch sehr zahlreich. Ob gegen Angstzustände, Blasenentzündungen, Fieber, Kopfschmerzen, Pickel, Schlafstörungen, Hautschuppen und vieles mehr schafft das Veilchen Abhilfe und ist zudem einfach anwendbar. Besonders beliebt sind bei den Hausmitteln Tees aus den getrockneten Blüten oder den Wurzeln dieser Pflanze, genauso wie das Inhalieren oder Aromabäder mit Veilchenöl. Wem das noch zu viel Aufwand ist, der kann sich diverse Präparate aus der Apotheke besorgen.

Als Reinigungsmittel oder zur Insektenabwehr eignet sich das Veilchen allerdings leider weniger gut. Zwar kann es Insekten wie Mücken, Zecken oder Motten etwas abschreckend, aber einen zuverlässigen Schutz bieten sie nicht. Durch seinen starken Duft lockt es jedoch Bienen an und wirkt so dem Bienensterben entgegen. Dadurch entsteht auch der viel gerühmte und besonders fein schmeckende Veilchenhonig.

Veilchen in der Kosmetik
Durch die in den Blüten enthaltenen Flavonoide wirken Salben und Cremes auf Veilchenbasis in besonderem Maße zellschützend und pflegen die Haut intensiv. Eine solche Salbe kann man auch sehr leicht aus Veilchenblüten, Pflanzenöl und Bienenwachs selbst herstellen, wenn man sich nicht auf die ominösen Inhaltsstoffe herkömmlicher Kosmetik verlassen will.
Aber auch beim Einkaufen findet man schnell ein großes Angebot an Parfüms, Ölen, Gesichtswassern und Cremes, die diese Blüten enthalten, in den Sortimenten der Kosmetikhersteller.
Dies mag nicht zuletzt ihrem kräftigen, aber dennoch feinen und lieblichen Duft geschuldet sein, der sofort die Stimmung hebt, sobald er in die Nase dringt.
V. a. bei unreiner Haut, Pickeln und Akne vollbringen die Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze wahre Wunder, aber auch kleinere Fältchen polstern sie zuverlässig auf und wirken so dem Altern entgegen. Auch die Wundheilung wird beschleunigt, sodass Verletzungen deutlich weniger Spuren auf dem Körper hinterlassen.

Das Veilchen ist also ein Wunder der Natur, das man nur zu nutzen wissen muss, um davon zu profitieren. Die Eigenverarbeitung gelingt mit eifachen Rezepten spielend leicht und auch die Industrie räumt dem Veilchen eine zentrale Rolle ein.
Wer einen Veilchenbestand im heimischen Garten sein Eigen nennt, kann sich somit glücklich schätzen und auch jedem anderen ist zu empfehlen, die Talente dieser Pflanze auf keinen Fall bei kleineren und größeren Beschwerden zu verschmähen.